Jette Slangerod

raumbezogene bildobjekte

Body Inside 2004

Bodys: Inside 2004

„Über die Grundlagen meiner Arbeiten:



Alle lebendige Materie, alle Einzelteile verdanken ihre Existenz der Umgebung, mit der sie in Abhängigkeit leben. Alles Lebendige tritt in symbiotischen Zusammenhängen auf. Alles Lebendig-organische bis in kleinste Bereiche lebt in symbiotischen Systemen (Mikrobiologin Lynn Margulis, Boston University in „Mikrokosmos“).

Als Beispiele kann man ökologische Systeme, menschliche Gesellschafts-Systeme und das Zellensystem anführen. Das Formsystem eines Vogelschwarms. Eine Prozession. Das Verkehrssystem. Das soziale Netz: Familien, Kollegen, Freunde.



Die Systeme sind bedingt durch ihre Gesetzmäßigkeiten, die Grenzen, aber auch die Entwicklungsmöglichkeiten, welche die einzelnen Teile haben. Ein Teil, das sich von seinem System, von seiner Symbiose absondert, geht zu Grunde oder es verbindet sich wieder mit einem anderen System, was große Veränderung / Anpassung / Mutation voraussetzt. Nur mittels symbiotischer Systeme kann Leben entstehen.



Jedes System bildet eine Form und das System ist Form in weitestem Sinne.



In meinen Arbeiten spielt die lebendige Systembildung eine große Rolle, in Verbindung mit dem Raum, in welchem die Arbeiten gezeigt werden.

Den Ausstellungsraum benütze ich als Synonym für die inneren Räume des Menschen.

In diesem Kontext sind im Lauf der Zeit Arbeiten entstanden wie „Portraits - 12 Characters“ von 2001, “Kopenhagener“ (2003), „Bodys“ (2004), „Visitors“ (2005). Sie alle beschreiben innere Zustände des Menschen. Dagegen zeigen Arbeiten wie „Rückkoppelung“ (2002), „Seltsame Dinge“ ( 2002), „Intramorphose“ (2003), „Invation“ (2006), „Invadors“ (2009-2010) und „Streams“ (2008-2010) äußere Einflüsse und Eingriffe in den „inneren Raum“.